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Wildblüher und Kräuter - Seite 1

 

Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)

 

Die Blütezeit dieser Pflanze beginnt im Mai und endet nicht selten erst im Oktober. Diese Pflanze ist recht anspruchslos und gedeiht auch in relativ trockener Bodenbeschaffenheit. Der gewöhnliche Natternkopf hat eine Besonderheit. Seine Blüten vollziehen einen Farbwechsel von rosa nach blau. Bienen haben gelernt, dass nur die rosa Blüten sehr reich an Nektar sind. Dieser Wildblüher wird sehr gerne von Bienen, Schwebfliegen und vor allem von vielen verschiedenen Falterarten angeflogen. Der Gewöhnliche Natternkopf wird bei den Imkern sehr gerne als Bienentrachtpflanze eingesetzt, da der Zuckergehalt seines Nektars und der Zuckerwert pro Blüte besonders hoch ist.


Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

 

Diese Pflanze hat trotz ihres distelähnlichem Aussehen nichts mit Distelgewächsen zu tun. Die Wilde Karde gehört zur Familie der Kardengewächse. Die Wilde Karde wird, wie viele andere Wildpflanzen, auch in der Naturheilkunde eingesetzt. Sie stärkt das Immunsystem und wirkt antibakteriell. Für Bienen, Hummeln und auch für viele anderen Insekten ist die Wilde Karde ein sehr guter Nahrungslieferant, da sie sehr viele Pollen und Nektar enthält. Selbst Singvögel, zB. der Distelfink naschen im Winter gern vom Samen der Wilden Karde.


Rainfarn-Phacelie (Phacelia tanacetifolia)

 

Sie kommt ursprünglich aus Kalifornien und wurde bei uns künstlich eingeführt. Die Phacelie ist kein Wildblüher, obwohl sie recht anspruchslos ist und auch längere Trockenheit gut verträgt, ist sie nicht winterhart, von daher ist eine selbstständige großflächige Vermehrung ausgeschlossen. Nichts desto trotz ist die Phacelie eine sehr beliebte Nahrungsquelle bei Hummeln und Bienen und wird deshalb auch im Volksmund „Bienenweide und/oder Bienenfreund genannt. In der Landwirtschaft wird die Phacelie oft und gerne als Bodenverbesserer im Ackerbau eingesetzt. Sie eignet sich hervorragend als Gründüngungspflanze. Je mehr die Phacelie in der Landwirtschaft eingesetzt wird, umso mehr freuen sich Bienen und Hummeln.


Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

 

Wie es schon der Name verrät, findet man diese Pflanze überwiegend dort, wo es Wasser gibt. Dort wächst sie sehr üppig an den Ufern, wenn man sie lässt. Ich habe diese Pflanze allerdings auch schon in Gebieten entdeckt, die fern ab von Teichen und Seen lagen. Da die Blütezeit dieser Pflanze bis in den Herbst andauert (von Juli bis September mitunter auch bis zum Oktober) ist sie eine sehr wichtige Nahrungsquelle nicht nur für Bienen und Hummeln, sondern auch für verschiedene Falter, wie zB. den Admiral, das Tagpfauenauge, und den Distelfalter, die auch noch im Spätsommer unterwegs sind.


Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)

 

Eine Wildblüherart mit großem Verbreitungspotenzial. Das kommt sehr vielen Bienen- und Hummelarten, wie auch zahlreichen Faltern und Schwebfliegenarten zu Gute. Die Riesen-Goldrute stammt ursprünglich aus den USA und dem südlichen Kanada. Vor ca. 100 Jahren wurde sie als Zierpflanze bei uns eingeführt. Mittlerweile stark verwildert, schafft es die Riesen-Goldrute sich selbstständig zu vermehren und zählt somit zu den Wildblühern. Ihre Blütezeit ist von Juli bis Oktober, für viele Insekten also eine wichtige Nahrungsquelle in der generell, blütenarmen Spätsommerzeit und Herbstzeit.


 

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