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Wildblüher und Kräuter - Seite 2

 

Taubenkropf Leimkraut (Silene vulgaris)

 

Die Blütezeit beginnt im Mai und endet im September. Diese Pflanze verströmt ihren kleeartigen Duft nur in der Nacht. Ihr Nektar liegt tief im inneren ihrer Blütenkelche und ist nur für langrüsselige Insekten erreichbar. Dazu zählen insbesondere viele Nachtfalterarten, die von dem ausströmenden Duft in der Nacht angelockt werden. Für Nachfalter stellt diese Wildpflanze unbedingt eine wertvolle Futterquelle dar. Früher wurde aus den Wurzeln dieser Pflanze Seifenlauge hergestellt, indem man die Wurzeln auskochte. Man sagte ihr auch nach, dass sie den menschlichen Stoffwechsel positiv beeinflusste. Heute findet das Taubenkropf Leimkraut in der Heilkunde keine Verwendung mehr.


Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)

 

Es bevorzugt lehmige Böden und blüht von Juni bis September. In der Naturheilkunde wird es bei Magen- und Darmschwerden, sowie Prostata-Erkrankungen eingesetzt. Dieser Wildblüher stellt eine sehr wichtige Wirtspflanze (Futterpflanze) für die Raupen von verschiedenen Falternarten, wie Eulen, Schwärmer und Spanner dar. Wohl wegen seines hübschen Aussehens wird das Zottige Weidenröschen gelegentlich auch als Zierpflanze kultiviert.


Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)

 

Blütezeit von Mai bis August, bisweilen auch noch weit in den September hinein. Dieser Wildblüher wird in der Naturheilkunde sehr geschätzt. Seine Inhaltsstoffe wirken unter anderem krampflösend, fiebersenkend, schleimlösend, antibiotisch und wundheilend. Viele verschiedene Falter-, Käfer-, Hummel-, Bienen- und Schwebfliegenarten lassen sich gerne auf die Blüten und Blätter dieser knallfarbigen Pflanze, die schon von weitem leuchtet, nieder.


Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)

 

Er zählt zu den Wildkräutern, wenn sein Name auch nicht mit „Kraut“ endet. Auch in der heutigen Naturheilkunde angewandt, soll er krampflösend und sedativ wirken. Der Gewöhnliche Hornklee ist bei vielen tag- und nachtaktiven Faltern sehr beliebt. Besonders für die Raupen von Bläulingen, eine tagaktive Schmetterlingsart mit sehr kleinen und hübschen Faltern, stellt er eine sehr wichtige Futterquelle dar.


Echte Kamille (Matricaria chamomilla)

 

Sie ist ein echtes Multitalent in der Naturheilkunde. Sie lindert zahlreiche Beschwerden – von Bauchweh bis Halsweh. Sie wirkt entzündungshemmend, krampflösend und antibakteriell. Zubereitet als Tee oder Aufguss hat die Echte Kamille schon Wunder bewirkt. Nur bei Entzündungen im Augenbereich sollte die Echte Kamille nicht angewendet werden, da sie dort statt den gewünschten entzündungshemmenden Effekt, eher das Gegenteil, nämlich Reizungen auslösen kann. Aufgepasst, es gibt verschiedene Kamillearten, die sich im Aussehen stark ähneln, aber in ihrer heilenden Wirkung sehr unterschiedlich sein können. Die Kamille ist ebenso eine wichtige Pflanze Insekten, so findet auch sie einen festen Platz in der Auflistung von insektenfreundlichen Pflanzen.


 

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