Mit dem Fahrrad durch Herne am 22.07.2018

Revierpark Gysenberg und Ostbachtal in Herne-Sodingen

Herne, mein Geburtsort und Nachbarstadt von Castrop-Rauxel. Mit dem Fahrrad ein Klacks um dort hinzukommen. Momentan bei diesen warmen/heißen Temperaturen mit viel Sonne pur, bietet sich eine gemütliche Radtour durch Nachbarorte geradezu an. Direkt so in der richtigen Wildnis ist zur Zeit sehr wenig los. Vögel und Tiere suchen wie wir Menschen den Schatten und kühle Stellen. Selbst die Insekten verkriechen sich ins tiefste Dickicht. So einen Sommer mit so einer lang andauernden extremen Wärme hatten wir schon seit Jahren nicht mehr. Nun denn, so ging es an einem schönen sonnigen Sonntag im Juli mit dem Rad, auf nach Herne.

Zunächst suchten wir die erst kürzlich entdeckten Sonnenblumenfelder auf. Mittlerweile waren einige „Sonne pur“ Tage vergangen und so hoffte ich nun auf eine etwas üppigere Blütenpracht, so dicht an dicht, auf den Sonnenblumenfeldern. Nun ja, es waren wohl deutlich mehr Sonnenblumen auf, als beim ersten Besuch. Aber zu einem schon aus der Ferne sichtbar gelb leuchtendem Feld fehlte doch noch einiges. Der Grund dafür ist ganz simpel: „Wer oder was ist Regen?!“

 

Wenn auch nicht in üppiger Pracht, so hielt ich dennoch auf die Sonnenblumen drauf. War ja sicher nicht verkehrt :-)

 

Bienchen und Hummeln gab es jede Menge logo, bei diesem kraftvollen Nahrungsangebot. Aber von sonstigen Insekten weit und breit nix zu sehen. Auch die Vogelwelt dort auf den Feldern machte sich sehr rar. Viel zu warm, weit und breit kein Wasser, kein plätscherndes Bächlein oder sonstiges kleine Gewässer. So nahm ich mit einem stählernen Riesen vorlieb.

Die Boeing 787-9 von ANA, eine gestreckte Version der 787-Dreamliner Boeings,  gibt am Himmel eine wirklich sehr beeindruckende Erscheinung ab. Sie erscheint einem viel länger und auch voluminöser. Kein Wunder, die Boeing 787-9 ist die größte Ausführung aus der 787-Serie.

 

Und siehe da, ein Amselweibchen hatte dann doch Erbarmen mit mir.

Es stand mir für einige Fotos Model, vergaß dabei aber nicht sein Vorhaben, nämlich die Suche nach Würmchen auf einer ausgedörrten Wiese.

 

Eine Kirchturmspitze, ca. 500 Meter (Luftlinie) entfernt, weckte auf einmal mein Interesse. Mit dem bloßen Auge noch recht gut zu erkennen: Zwei schemenhafte Punkte die irgendwie so gar nicht an dem Kirchturm mit seinen rundherum gleichmäßigen Ornamenten passten. Sie störten einfach das einheitliche Bild, diese „Punkte“  Mit einem Blick durch meine Nikon P900 (83opt.Zoom) konnte ich die störenden „Elemente“ an den Ornamenten sehr schnell identifizieren. Es waren zwei Turmfalken, die sich ganz oben auf dem sehr hohen Kirchturm nieder gelassen hatten. Der eine Turmfalke aalte sich in der Sonne, der andere dagegen fand sein schattiges Plätzchen wohl etwas angenehmer.

 

 

Revierpark Gysenberg

Ein Freizeitpark, der in meiner Jugendzeit schon fast zu meinem zweiten Zuhause wurde. Was mich früher dort so magisch angezogen hatte, war nicht das damalige Wellenbad (Freibad) sondern die Eishalle. Schlittschuhlaufen war damals mein größtes sportliche Hobby (Eishockey) überhaupt. In den Ferien hatte man dort gejobbt, Garderobe (Annahme), Schlittschuhverleih und was sonst noch so anfiel. So hat man sich seinen regelmäßigen freien Eintritt zu den täglichen Eislaufzeiten verdient. Es machte viel Fun und die Geldbörse wurde geschont 

Früher glich der Revierpark Gysenberg schon fast einem kleinen Zoo und das ohne eine Kasse am Eingang. Es gab Braunbären, Dammwild, Büffel, Lamas, Volieren mit Greifen und exotischen Vögeln. Ein kleines Tropenhaus mit Krokodilen, Gürteltieren, Fledermäusen und, und, und! Das ist aber alles schon sehr lange Vergangenheit.

Heute gibt es dort nur noch einen kleinen Streichelzoo, aufgemacht wie die Stallungen eines Bauernhofes mit verschiedenem Federvieh, Meerschweinchen, Kaninchen und Ziegen. Zwei Teiche, die früher mit vielen verschiedenen Entenarten besetzt waren, zeigen heute nur noch gähnende Leere. Hin und wieder verirren sich dort noch ein paar Kanadagänse und Nilgänse.

 

Die kleine Eisenbahn fährt immer noch  wie schon vor ca. 45 Jahren :-)

 

Der große Teich gleich hinter der Eishalle, liegt leer und verlassen.

 

Moment, so ganz verlassen ist er ja doch nicht. Immerhin leben hier schon seit ewigen Zeiten Wasserschildkröten, die man im Sommer an sehr warmen Tagen regelmäßig zu sehen bekommt. Es handelt sich um, irgendwann mal, ausgesetzte (exotische) Tiere (ich berichtete schon in einem anderen Beitrag davon) die es geschafft haben, selbst die kalten Winter bei uns schadlos zu überstehen. Ein Neuzugang (in Form von Aussetzung) von exotischen Wasserschildkröten ist leider jeder Zeit erneut möglich. Unverantwortliche Tierbesitzer wird es wohl immer geben.

 

Im Streichelzoo, verschiedenes Federvieh und Ziegen

 

In einem extra Gehege gab es Laufenten. Eine noch sehr junge Laufente wählte ich zu meinem Fotomodel.

 

 

Das Ostbachtal in Herne-Sodingen

Zwei Teiche, einen kleinen und einen größeren, sowie ein paar Rundwege machen diesen Park aus. Auch diesen gibt es schon, seit ich denken kann. Wasservögel gibt es dort immer. Verschiedene Gänse- und Entenarten sind dort treue Stammgäste. Nicht selten auch Graureiher und Kormorane. Kaum dort angekommen, sah ich auch schon einen „Grauen“. Gar nicht so scheu, ließ er von sich einige Bilder machen.

 

Der kleinere Teich, zur Strasse gelegen

 

Viele Enten. Unter anderem eine Mandarinente (linkes Bild – Weibchen) von dem Erpel leider keine Spur.

                                                   Mandarinente                                                                                                      Schönheit in weiß :-)

 

Eine Bachstelze am Ufer . . .

 

Und auch an diesem Teich im/am „Ostbachtal“ sind exotische Wasserschildkröten (leider) kein seltener Anblick. Das gab es schon vor Jahren dort, genauso wie im Gysenberg. Generell befinden sich fast schon überall bei uns in Castrop-Rauxel, wie auch in Herne, in Teichen und Tümpeln Wasserschildkröten. Alles ausgesetzte Exemplare !

 

Nun aber erstmal zum zweiten Teich am Ostbachtal. Dieser liegt ein wenig versteckter, und weiter entfernt von der Hauptstrasse. Alles ist an diesem zweiten See etwas ruhiger. Weniger Leute und vor allem weniger Strassenlärm. Große Trauerweiden stehen rings um den Teich herum. Das sieht richtig toll aus.

Just in dem Moment dieser Aufnahmen verdunkelte sich der Himmel. Immer wenn’s drauf ankommt. Trotzdem, ich denke mal die angenehme Ruhe und sehr friedliche Stimmung des etwas ruhiger gelegenen Teiches kommt gut rüber  Viele Kanadagänse waren auf dem Teich. Auch zwei Kormorane hielten dort im Schatten ihre Siesta. Und die Sonne blinzelte auch wieder ein wenig durch die Wolken.

 

Ein Blässhuhn mit seinem schon fast erwachsenen Nachwuchs.

Mama Blässhuhn lässt es sich nicht nehmen und verwöhnt die Teenies so zwischendurch immer noch gerne mit einigen speziellen Leckerchen,

was immer das auch sein mag :-)

 

Und nun zu einem ganz besonderen Highlight :

Eine Nilgans mit vier Beinen :-) jeweils die rechte Nilgans in den Bildern.

Die Natur steckt wirklich voller Überraschung und man lernt niemals aus :-))))

 

Fast erwachsen - Nilgans Nachwuchs aus diesem Jahr
Fast erwachsen - Nilgans Nachwuchs aus diesem Jahr

 

Die Sonne ging und kam an diesem Nachmittag im Wechsel.

Mit Sonnenlicht sieht doch alles gleich viel schöner aus.

 

Hier waren wir wieder zurück am ersten Teich, der mehr zur Hauptstraße liegt.

 

In der Ferne zogen dunkle „Möchtegern-Gewitterwolken vorbei.

Bei so einer lang andauernden Wärme/Hitze mit jeden Tag Sonnenschein pur, bleibt es nicht aus, dass sich in kürzester Zeit, eine so starke Algenblüte in stehenden, oder nur schwach durchströmten Gewässern bildet/entwickelt.

 

Der „Graue“ befand sich immer noch am ersten Teich in demselben Baum.

Er hatte lediglich seinen Sitzplatz innerhalb des Geästes gewechselt.

 

Zwei schöne Abschlussbilder für diesen Beitrag, bzw. für diese schöne Radtour durch Herne.