Insekten und Spinnen ► ÜBERSICHT

 

Eine Wespenspinne macht Beute 16.08.2017

Die Wespenspinnen gehen da taktisch und sehr klug voran, wenn sie ihre Netze weben. Und zwar passen sie die Höhe ihrer Netze der Beutetiere an, die sich um ihre Spinnennetze "bewegen". Hier auf dieser Wiese lagen alle Netze die ich entdecken konnte nicht höher als ca. 30 cm über den Erdboden, schön versteckt im dichten Hornklee, dort wo sich viele Grashüpfer gerne drin tummeln, Bienen herumschwirren und kleine Falterarten. Und zack, mal nicht aufgepasst und schon schnappt die Falle zu. Ich wurde dann tatsächlich Augenzeuge wie ein Grashüpfer in solch ein Netz geriet und ratz fatz war es um ihn geschehen. Der Grashüpfer klebte kaum im Netz, schon schoss die Spinne heran und hatte ihn in Bruchteilen von Sekunden zu einem Lunchpaket verarbeitet. Der Grashüpfer gab keinen Mucks mehr von sich, er hing da wie erstarrt im Netz fest umwickelt und zugeschnürt. Mir tat es ja schon ein wenig leid um diesen Grashüpfer, der Sekunden vorher noch lustig durch die Wiese hüpfte. Hier nun einige Bilder von diesem schaurig schönen Spektakel, die Bewegungsunschärfe bei der Spinne und überhaupt die Unschärfe in den ersten 4 Bildern war natürlich nicht gewollt, aber das Netz fing bei dieser Action ja auch an zu flattern ;-)

 

Kopfüber landete der kleine Grashüpfer in die tödliche Falle . . . 

 

In Bruchteilen von Sekunden war er verpackt und verschnürt, mit dem bloßen Auge sind die schnellen Bewegungen der Spinne gar nicht wahrzunehmen.

 

Nun folgen noch weitere Bilder von diesem Schauspiel obwohl das spannendste ja schon vorbei war, und die ganze Bilderserie hier auf Kosten des armen Hüpfers entstanden ist. Es war ein einmaliges Erlebnis für mich. Nochmal muss ich so etwas nicht mit ansehen, geschweige denn fotografieren. Diese Bilder reichen mir als Erinnerung an dieses für mich faszinierende und doch gleichzeitig auch etwas traurige Ereignis.

 

Wie schon erwähnt, auch andere Insekten fallen den Wespenspinnen zum Opfer :  Zum Beispiel Bläulinge, eine sehr kleine Schmetterlingsart die sich gerne im Hornklee tummelt. Auch diese konnte ich in einigen Netzen der Wespenspinnen als Opfer identifizieren. Sogar mit größeren Libellen wird vorlieb genommen, Gott sei Dank blieb mir hier auf dieser Wiese so ein Anblick erspart :-)

Nun ja, die Natur hat es so eingefädelt, und so wird das auch alles seinen Sinn und seine Richtigkeit haben, das Fressen und gefressen werden. Die Wespenspinnen treten auch nicht sehr lange auf. Eigentlich habe ich sie bisher immer nur einen ganzen Monat lang bei uns beobachten können. Und das immer nur den ganzen August und so schnell wie sie aufgetaucht sind, woher auch immer sie her kamen, so waren sie dann auch pünktlich zum Septemberbeginn wieder verschwunden. Bei Wikipedia steht : Bis zum Oktober kann man noch weibliche Wespenspinnen beobachten. Das kann ich in meiner Region nicht bestätigen.