Aus nächster Nähe 11.04.2018

Aus nächster Nähe konnte ich dieses hübsche Rostgans-Männchen beobachten und fotgrafieren. Ich war wirklich ein wenig erstaunt, wie nah er mich ran kommen ließ, wo die Rostgänse bei uns, dort in meinem Fotorevier, eher ganz schön scheu sind. Meine Anwesenheit schien ihn echt nicht zu stören. Er stand da, in nur wenigen Metern Entfernung und rief die ganze Zeit seinem Weibchen etwas rüber. Leider kann ich keine Gänsesprache, aber es sah so aus, als wollte er sein Weibchen dazu bewegen, dass es zu ihm kam.

 

Folgende Bilder zeigen das Rostgans Männchen. Dieses ist zur Brutzeit sehr gut an den schwarzen Halsring zu erkennen. Diesen Halsring trägt der Ganter nur zur Brutzeit, außerhalb der Brutzeit sind Männchen und Weibchen nur sehr schwer zu unterscheiden. Die richtigen Experten können das. Und zwar sehen sie das an der unterschiedlichen hellen Färbung der Köpfe. Beim Weibchen ist die Kopffärbung ein wenig heller.

 

 

Weil das Weibchen nicht auf seine Rufe reagierte setzte sich das Rostgans Männchen  nach einer Weile ganz langsam in Bewegung.

 

 

Das Weibchen ignorierte weiterhin seine Rufe, so ging er noch ein Stückchen näher auf sie zu und rief sie weiterhin, doch auch jetzt, keine Reaktion von ihr.

 

 

Da sass sie, seine Holde und bewegte sich nicht einen Millimeter. Während ich diese Bilder von ihr machte, lief das Männchen weiter auf sie zu. Das konnte ich aus den Augenwinkeln sehen. Als er immer näher kam, stand sie auf und wandte ihm den Rücken zu, dann hob sie ab und das Männchen flog ihr hinterher. Das sah irgendwie so aus, als wäre sie beleidigt gewesen. Versteh einer die Frauen ;-)

 

Sehr gut zu sehen: Dieses Exemplar ist ein Weibchen, der schwarze Halsring fehlt, den trägt nur der Ganter, zur Brutzeit.