Kiebitz-Nachwuchs 08.05.2018

Während die einen noch brüten, wird ein paar Meter weiter, schon der Nachwuchs behütet

Kiebitz beim Brüten                                                                                                                   Das Gelege: Zwei Eier

 

Und nun das flauschige Highlight :-)

Bei uns an den Biotopen sind einige Kiebitze eifrig mit dem Brutgeschäft zugange. So konnte ich bei meinem letzten Besuch dort ein Kiebitzküken vor die Kamera bekommen. Diese Bilder sind alle aus sehr großer Distanz entstanden. Diesmal schreibe ich nicht "leider", denn dieses mal war es pure Absicht von mir.

Kiebitz-Küken sind mega vorsichtig! Je jünger sie noch sind umso seltener bekommt man sie zu sehen. Dieses Küken auf meinen Bildern war noch sehr jung und deswegen extrem auf der Hut. Ich kann echt von einem Riesen Glück reden, dass mir diese Bilder aus großer Entfernung einigermaßen gut gelungen sind und dass sich das noch sehr junge Kiebitzküken überhaupt auf "offener" Fläche gezeigt hat.

Kiebitzküken sind vom ersten Tag an komplett auf sich selbst gestellt. Sie werden zwar von ihren Eltern sehr gut behütet und vor Feinden beschützt, aber die Nahrung, die müssen sie sich selber beschaffen.

 

 

Ein Elterntier war immer ganz in der Nähe bei diesem Kiebitzküken.

Das Elterntier verhielt sich die ganze Zeit über ruhig und hatte mich voll im Visier. Doch da ich "weit" genug entfernt war, gab es keinen Anlass das Küken mit Rufen anzuweisen, dass es sich verstecken soll. Sobald Mama oder Papa ihre Warnrufe verkünden, reagieren die Kleinen blitzschnell. Sie ducken sich sofort an der Stelle, wo sie sich befinden und sind meistens nur noch kaum oder sehr schwierig auszumachen. Wenn es aber die Möglichkeit gibt, sich im nahen hohen Gras zu verstecken, dann flitzen sie super schnell los! Und weg sind sie, die Kleinen. Und das wollte ich unbedingt vermeiden. Also hielt ich brav meine sehr große Distanz zu diesem supersüssen Flauschi ein.

Einmal duckte sich das Kiebitzküken, das ist auf eines meiner Bilder zu sehen. Einmal gab es einen Warnruf von Papa Kiebitz, ich war aber nicht die Ursache, sondern zwei Dohlen, die sich in diesem Brutgebiet der Kiebitze aufhielten.

Kiebitzeltern haben sehr viel zu tun, wenn es heißt den Nachwuchs zu beschützen. Die Aufzucht, bzw. das Heranwachsen eines Kiebitzkükens ist mit extrem großen Gefahren verbunden. Rabenvögel, wie Dohle und Krähen holen sich gerne schon mal Eier aus den Nestern und machen wie der Graureiher auch nicht vor den Kiebitzküken halt.

Von daher sind die kleinen Kiebitze mega vorsichtig und reagieren sofort auf Mamas oder Papas Warnrufe. Wie gesagt, ich hatte verdammtes Glück, ein noch so kleines Kiebitzküken  zu sichten und fotografieren zu können.