An den Lippeauen 17.04.2018

Es war meine erste, wirklich aller erste Begegnung mit Wildlife-Storchen. Wir waren an den Lippeauen unterwegs.

Es gab einiges an Wasservögel dort zu sehen. Blässhühner, Haubentaucher, Kanadagänse, Graugänse, Schnatterenten, Reiherenten, Stockenten und Höckerschwäne. Alles war schön anzusehen. Ich hatte wohl davon gehört, dass in diesem Gebiet auch Störche zuhause sein sollen. Nun ja, warum nicht. Aber ich dachte doch nicht im Traum daran, was sich dann ganz urplötzlich am Himmel zeigte :

 

Das war doch ein Storch, der da oben seine Kreise zog!!! Hammer!!! Ich war voll begeistert. Noch nie einen Storch wildlife in natura am Himmel fliegen gesehen, doch wusste ich sofort, das ist ein Storch und zwar ein Weißstorch!

 

Und er kam noch näher :-)

Er drehte noch einige Kreise am Himmel und zog dann weiter. Mein erster Wildlife Storch, ich konnte es gar nicht fassen, grins. Wir gingen weiter, und es kam noch besser !

 

Das ist doch . . ., ja sag mal, das ist doch ein Storchennest und dazu noch bewohnt! Wie geil war das denn ? Das Storchennest lag hoch oben auf einen dafür extra vorgesehenen Mast, der für die Störche dort aufgestellt wurde. Die Entfernung zu dem Nest betrug ca. 150 Meter das sollte für meine Kamera aber kein Problem sein ;-)

 

So wie es aussah, wurde großer Hausputz gehalten. Ob "Sie" oder "Er", das vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall wurde immer wieder "Schmutz/Unrat" mit Hilfe des Schnabels aufgesammelt und im hohen Bogen aus dem Nest befördert. Auf den nachfolgenden Fotos ist das ein wenig besser zu erkennen, wenn man sich den Hintergrund (Himmel) anschaut. Man kann kleine "Schmutzteile" durch die Luft fliegen sehen, die "Er" oder "Sie" einfach aus dem Fenster geworfen hat ;-) Das nenn' ich mal Hausmüll-Entsorgung "voll praktisch" grins.

 

Hier nochmal einige Szenen vom "Hausputz" aus einer etwas anderen Perspektive. Einige Meter weiter entdeckte ich nämlich eine Ausguck Plattform.

 

Zack!!! Hausputz feddich ;-)

Und jetzt ist Feierabend angesagt :-)

 

Wir gingen weiter. Wir kamen an ein Feld/Acker wo der Landwirt mit seinem Traktor fleißig den Boden auflockerte und den "Mist/Dung" neu verteilte. Und siehe da, abermals sah ich  einen Storch. Dieser war beringt, der Storch im Nest war es nicht.

Sobald der Landwirt mit seinem Traktor auf dem Feld arbeitet zieht er viele Vögel an. Denn beim auflockern des Bodens werden automatisch viele "Leckerlis" an's Tageslicht gebracht. Von fetten und großen Regenwürmern mal abgesehen, verliert auch so manche Maus mit einem Male ihre "Unterkunft". Das nutzen viele Vögel aus und halten sich deshalb immer ganz in der Nähe, bzw. in der frischen Spur des Traktors auf. Ich kenne diese Art der Nahrungsbeschaffung unter anderem von den Turmfalken her. Ich konnte solche Szenen mit Falken schon öfters beobachten. Und hier ? Hier war doch tatsächlich ein Storch vor Ort, der die gleiche Methode benutzte um sich kleine leckere Snacks einzuverleiben :-)

 

Immer so dicht wie möglich an der frischen Spur mit entlang laufen und ganz genau die aufgelockerte Erde im Auge behalten, mit voller Konzentration ;-)

Es sieht gefährlicher aus, als es ist. Mensch und Tier sind hier ein eingespieltes Team :-)

 

Der aufgelockerte Acker wird ganz akribisch abgesucht :-)

 Keine Maus, aber einen großen leckeren Regenwurm, immerhin :-)

 

Und so lief der Storch langsam über das Feld und hielt hier und da Ausschau nach kleinen Beutetieren. Ich habe nur noch drauf gehalten. Ein Storch, endlich mal einen Wildlife Storch vor der Kamera ;-) Das musste ich ausnutzen ;-)

 

So langsam wurde es Zeit für den Heimweg. Wir kamen nochmal an dem Storchennest vorbei und ich drückte noch einmal den Auslöser. Zufrieden und überglücklich war ich :-) Die Begegnung mit diesen Störchen war super schön. Das war so ein tolles Feeling, ich kann das mit Worten nicht beschreiben. Es war etwas ganz besonderes für mich. Storche in natura sehen, das war schon sehr lange ein ganz großer Wunsch von mir. Nun ist er endlich in Erfüllung gegangen. Dabei hatte sich diese Fotosafari so ganz spontan und überraschend ergeben. Ein echter Zufall, nicht wirklich geplant. Man hatte dort in der Nähe Lippeauen was zu tun gehabt. Von daher bot sich ein "Abstecher" geradezu an. Warum ich nicht schon viel eher mal die Lippeauen besucht habe, schon alleine wegen den Störchen, weiß der Geier.