21.11.2018

Das ewige Leid der Mäusebussarde ;-)

Ohne Frage ist der Mensch der Feind Nr. 1 für Mäusebussarde. Wie der Mensch auch bei vielen anderen Tieren und Vogelarten an erster Stelle steht. Doch bleiben wir beim Mäusebussard. Gleich nach dem Mensch folgt als Feind Nr. 2 für den Mäusebussard die Rabenkrähe. Dort wo sich Rabenkrähen aufhalten, da bekommt der Mäusebussard kein Bein auf den Boden. Sobald der Bussard in der Luft zu nah an ein Krähengebiet heran fliegt, wird er sofort von mindestens zwei Krähen schon in der Luft attackiert. Es kommt wohl immer auf die jeweilige Situation an. Ich konnte schon Beobachtungen machen, da hingen 10 Krähen an einem Bussard um ihn zu verjagen. Meistens gehen solche Aktionen glimpflich aus. Der Mäusebussard wird eigentlich mehr durch Scheinattacken im Flug aus dem Krähengebiet weg gedrängt. Die Krähen zeigen dabei eine recht gute Ausdauer und „begleiten“ den Mäusebussard so lange, bis er das „Hoheitsgebiet“ der Krähen verlassen hat. Solche Verfolgungen in der Luft kann ich oft bei uns an den Biotopen beobachten. Dort gibt es viele Rabenkrähen und auch nicht wenige Bussarde. Die Biotope bieten den Mäusebussarden eigentlich recht gute Habitate, viel Wald, viele freie Flächen, ideal zum Jagen und sicher auch ideal um für Nachwuchs zu sorgen, wenn da nicht die vielen Krähen wären.

 

Unfreundliche Flugbegleitung für den Mäusebussard

 

Die Krähen erfolgreich abgehängt, oder aber der Mäusebussard suchte schleunigst das Weite.

Das kann man jetzt so oder auch so sehen.

 

 

So weit flog er nun nicht von dannen, sondern landete in dem Gerüst eines Strommastes,

wohl um ein wenig auszuruhen nach dieser Treibjagd, die die Krähen mit ihm veranstaltet hatten.

Siehe Markierung im Bild. Das war schon eine gute Entfernung von meinem Standort aus.

 

Ein Hoch auf die P 900 :-)

 

Der Mäusebussard verweilte einige Minuten dort, so hatte ich Zeit genug um mich ihm zu nähern.

Und so entstand folgendes Foto von unten direkt am Fuße des Strommastes steil hinauf zum Bussard hin.

 

Ich denke mal, ich passte dem Mäusebussard genauso wenig in den Kram wie vorher die Krähen. Erst die lästigen Rabenkrähen und dann auch noch so eine aufdringliche Fotoknipse. Was für ein nerviger Sonntag Nachmittag für diesen Bussard. Sofort nach diesem Bild hob er ab und flog davon. So gelang mir aber wenigstens noch ein recht passables Bild von dem König der Lüfte, der bei den Rabenkrähen allerdings nichts zu melden hat.

Eigentlich schade drum, dass sich der Mäusebussard bei den Krähen nicht durchsetzen kann. Es liegt sicherlich daran, dass er seiner Kräfte gar nicht bewusst ist, obwohl, Rabenkrähen sind auch nicht ohne. So handelt der Mäusebussard instinktiv richtig und klug, wenn er einer Horde Rabenkrähen den Platz freigibt.