20.01.2019

Der Kampf um's Wasserloch

Es waren insgesamt 5 Schwäne die urplötzlich am Himmel auftauchten und einflogen.

Unter ihnen auch ein Jungschwan aus dem letzten Jahr.

Kaum waren alle Schwäne auf der spiegelglatten Eisfläche des zugefrorenen Teiches gelandet, ging auch schon ein heftiger Tumult los. Mit aufgeplusterten Federn ging man bedrohlich aufeinander los. Wer jetzt wen jagte, und warum überhaupt, das war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Mit Revierkämpfen konnte dieses Verhalten nichts zu tun haben, denn dafür war es definitiv noch viel zu früh.

Noch ziemlich elegant gelandet bei dieser glatten Fläche :-)

 

Und los ging es mit einem heftigen Tumult.

Obwohl sich alle Schwäne stark aufgeplustert hatten und offensichtlich in feindlicher Kampfstimmung waren, fiel mir dann ein Schwan auf, der derjenige war, der ganz allein die anderen Schwäne aufmischte. Er verfolgte in diesen Momenten gezielt nur zwei ganz bestimmte Schwäne.

 

Geschafft! Der zweite Schwan, ein Weibchen, wurde erfolgreich vertrieben. Sie war nun weit genug entfernt von . . . , ja von was denn ?

 

Der Jäger drehte sich um und lief zurück über das glatte Eis.
Ein wahrer Kraftprotz dieser Bursche :-)

 

Nun lief er ganz gezielt auf ein bestimmtes Schwanenweibchen zu. Seine Partnerin ?

Jawoll, es sah ganz danach aus :-)

 

Nun machten sich beide auf den Weg . . . das Schwanenweibchen im Hintergrund rührte sich nicht von der Stelle.

Es blieb dort ganz brav stehen, wo man sie hin verbannt hatte.

Und nun gab es auch eine Erklärung für das aggressive Verhalten der Schwäne . . . :-)

Wie jetzt ersichtlich war, gab es unter den 5 Schwänen ein Paar und sie hatten noch einen Jungschwan aus ihrer letzten Brut dabei.
Und dieser junge Schwan besetzte momentan wohl die einzige noch offene Wasserstelle, die es weit und breit in diesem Gebiet gab.
Sämtliche Teiche waren zugefroren und somit gab es auch keine Nahrung für Wasservögel, die auf Wasserpflanzen angewiesen sind.

 

Die Schwaneneltern verteidigten also sehr verantwortungsbewusst nicht nur ihren Nachwuchs,

sondern auch diese kostbare Wasserstelle die für ihren Nachwuchs außerordentlich wichtig war.

Mama und Papa wurden schon sehnsüchtig erwartet :-)

Mama war zuerst zurück.

Papa folgte sogleich.

Endlich Ruhe . . . :-)

 

Oder doch nicht ?

 

Das ins Exil verbannte Schwanenweibchen kam zurück und versuchte abermals sein Glück. Auch sie hatte Hunger und wollte an diese Wasserstelle.
Aber es war vergebens für sie. Vater Schwan blieb eisern und hart.

 

Vater Schwan nähert sich der Schwanendame und schafft es erneut, sie zu vertreiben. Und diesmal dann endgültig.

 

Noch eine kleine Hetzjagd durch's Gelände . . .

. . . dann hob die Vertriebene ab und flog von dannen. 

 

Und hier nun, die endlich wieder hergestellte Familienidylle . . .

. . . mit einem Jungschwan, der offensichtlich das letzte Kind des Schwanenpaares aus dem vergangenem Jahr ist.

 

Jeder Nachwuchs ist unendlich kostbar, ihn gilt es zu beschützen und zu behüten, solange wie es notwendig ist.

Diesem Schwanenvater ist diese Tatsache offensichtlich sehr bewusst ;-)